Reisender mit Smartphone am Bahnsteig bei Zahlungsproblemen beim Online-Kauf von Bahntickets
Beim Online-Kauf von Bahntickets entstehen Probleme oft genau in dem Moment, in dem Buchung und Zahlung abgeschlossen werden sollen. Symbolbild: Pexels

Probleme beim Bezahlen von Bahntickets entstehen häufig während der Zahlungsfreigabe oder unmittelbar nach der Autorisierung. Besonders wichtig ist deshalb, nach einer Fehlermeldung nicht sofort erneut zu bezahlen, sondern zuerst zu prüfen, ob bereits eine Buchung angelegt wurde. Bei der Deutschen Bahn stehen für viele Online-Buchungen Kreditkarte, PayPal, SEPA-Lastschrift, Apple Pay und Bonvoyo zur Verfügung. Welche Zahlungsart tatsächlich angezeigt wird, kann jedoch vom Produkt, vom verwendeten Gerät und von den persönlichen Voraussetzungen abhängen. 

Inhaltsverzeichnis

Warum schlägt die Zahlung für ein Bahnticket fehl?

Eine abgebrochene Online-Buchung bedeutet nicht automatisch, dass die hinterlegte Karte oder das Konto grundsätzlich nicht funktioniert. Zwischen der Auswahl der Verbindung und dem fertigen Ticket liegen mehrere Schritte. Zahlungsdienst, Bank, Kundenkonto und Buchungssystem müssen den Vorgang erfolgreich abschließen.

Entscheidend ist deshalb die Frage, an welcher Stelle der Vorgang endet. Wird die Zahlung bereits vor der Freigabe abgelehnt, liegt das Problem häufig bei der gewählten Zahlungsart oder der notwendigen Authentifizierung. Erscheint die Belastung dagegen im Konto, aber kein Ticket, muss zunächst der Buchungsstatus geprüft werden.

Bei Kreditkartenzahlungen verlangt die Deutsche Bahn eine Karte, die das 3-D-Secure-Verfahren unterstützt. Bei der SEPA-Lastschrift gelten wiederum eigene Voraussetzungen. Apple Pay ist nur verfügbar, wenn Gerät, Wallet und hinterlegtes Zahlungsmittel dafür geeignet sind. Die verschiedenen Verfahren haben deshalb unterschiedliche typische Fehlerquellen. 

Auch die Daten im DB Kundenkonto können eine Rolle spielen. Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass bestimmte Sonderzeichen in persönlichen Angaben wie Name oder Adresse dazu führen können, dass eine Buchung trotz erfolgreicher Anmeldung fehlschlägt. In diesem Fall sollten die hinterlegten Daten kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden. 

Wer unsicher ist, ob das Problem nur bei der digitalen Buchung auftritt, kann außerdem prüfen, ob für die Reise ein anderer Verkaufskanal sinnvoller ist. Der Vergleich zwischen Online-Ticket und Fahrkartenautomat zeigt, welche Variante in unterschiedlichen Situationen praktischer sein kann.

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Nach einer Fehlermeldung sollte nicht reflexartig derselbe Kauf mehrmals hintereinander gestartet werden. Sinnvoller ist diese Reihenfolge:

  1. Bereich „Meine Reisen“ im DB Kundenkonto oder im DB Navigator prüfen.
  2. E-Mail-Postfach einschließlich Spamordner kontrollieren.
  3. Bankkonto, Kreditkartenumsätze, PayPal oder die verwendete Wallet prüfen.
  4. Erst danach entscheiden, ob eine neue Buchung erforderlich ist.

Probleme mit Kreditkarte und 3-D Secure lösen

Bei einer Kreditkartenzahlung reicht die Eingabe von Kartennummer und weiteren Kartendaten nicht immer aus. Für Online-Zahlungen kommt das 3-D-Secure-Verfahren zum Einsatz. Die eigentliche Authentifizierung erfolgt über das jeweilige Kreditkarteninstitut beziehungsweise die Bank.

Die Deutsche Bahn beschreibt dabei eine starke Kundenauthentifizierung. Je nach Bank werden zwei voneinander unabhängige Merkmale verlangt. Dazu können ein bekanntes Merkmal wie PIN oder Passwort, ein vorhandenes Gerät wie das Smartphone oder ein biometrisches Merkmal wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung gehören. 

Mann bezahlt Bahnticket online mit Kreditkarte und Smartphone
Bei Kreditkartenzahlungen kann eine zusätzliche Bestätigung per Smartphone erforderlich sein. Foto: Pexels / Licenz: Pexels

Eine nicht erfolgreich abgeschlossene 3-D-Secure-Bestätigung kann verhindern, dass der Ticketkauf beendet wird. Wer nach Eingabe der Kartendaten auf eine Freigabe seiner Bank weitergeleitet wird, sollte deshalb nicht nur auf die Seite der Bahn achten. Entscheidend ist auch, ob die Bank die Authentifizierung tatsächlich bestätigt.

Je nach Kreditkartenanbieter kann das Verfahren unterschiedlich bezeichnet werden. Die Deutsche Bahn nennt unter anderem Visa Secure, Mastercard Identity Check, American Express SafeKey und Diners ProtectBuy. Voraussetzung ist, dass die Karte für das entsprechende Authentifizierungsverfahren eingerichtet beziehungsweise freigeschaltet ist. 

Bei einer wiederholten Ablehnung lohnt sich daher ein Blick in die Banking-App oder in die Einstellungen der Kreditkarte. Ist dort keine Freigabe möglich, kann die zuständige Bank klären, ob 3-D Secure aktiviert ist und warum eine Autorisierung nicht abgeschlossen wird.

Ein weiterer möglicher Punkt ist der verfügbare Zahlungsrahmen. Bei hochpreisigen Produkten weist die Deutsche Bahn ausdrücklich darauf hin, dass der verfügbare Rahmen bei Kreditkarte, PayPal oder Apple Pay ausreichend sein muss. Dieses Prinzip ist auch bei normalen Online-Zahlungen sinnvoll zu prüfen, bevor mehrere Buchungsversuche gestartet werden. 

Wer hauptsächlich über das Smartphone bucht, sollte außerdem typische Fehler rund um Konto, Ticketanzeige und Bezahlvorgang kennen. Dazu passt der Überblick zu häufigen Fehlern beim Kauf eines Bahntickets per Handy.

Warum die Lastschrift nicht funktioniert

Die SEPA-Lastschrift wirkt auf den ersten Blick besonders unkompliziert. Sie ist bei der Deutschen Bahn jedoch an konkrete Voraussetzungen gebunden. Wer diese nicht erfüllt, kann die Zahlungsart möglicherweise nicht wie erwartet verwenden.

Für die Zahlung per Lastschrift müssen Kundinnen und Kunden nach Angaben der Deutschen Bahn volljährig sein. Das verwendete Bankkonto muss bei einer Bank im SEPA-Raum geführt werden. Außerdem ist ein DB Kundenkonto erforderlich, in dem die Daten für die SEPA-Lastschrift hinterlegt wurden. Während der Buchung muss die Person in diesem Kundenkonto angemeldet sein. 

Wer ohne Anmeldung bucht oder die Lastschrift noch nicht korrekt eingerichtet hat, sollte daher zuerst das Kundenkonto kontrollieren. Ein Wechsel des Browsers oder ein erneuter Kauf löst fehlende Voraussetzungen für das Lastschriftverfahren nicht.

Zusätzlich kann eine Verifizierung erforderlich werden. Die Deutsche Bahn arbeitet dafür mit Tink und Verimi. Eine Bestätigung kann über das Online-Banking erfolgen. Für Personen ohne Online-Banking nennt die Bahn bei Verimi auch alternative Möglichkeiten der Identitätsprüfung, unter anderem Foto-Ident oder die Online-Ausweisfunktion. 

Die zusätzliche Prüfung dient nach Angaben der Deutschen Bahn dem Schutz vor Missbrauch von Kontodaten. Bei erfolgreicher Verifizierung kann die Lastschrift anschließend freigeschaltet werden. Die Bahn erhält dabei nach eigener Darstellung nur die Information über die erfolgreiche Prüfung und keinen Zugriff auf Kontostand oder Kontoumsätze. 

Bei Abonnements können zusätzliche Prüfungen eine Rolle spielen. Eine Ablehnung einer Abo-Bestellung kann laut DB beispielsweise mit einer Lastschriftsperre oder einer nicht erfolgreichen Bonitätsprüfung zusammenhängen. Solche Sonderfälle sollten nicht mit einem gewöhnlichen Fehler beim einmaligen Fahrkartenkauf verwechselt werden. 

Geld abgebucht, aber kein Ticket erhalten

Besonders irritierend ist eine Situation, in der der Zahlungsbetrag bereits angezeigt oder abgebucht wird, aber weder in der App noch per E-Mail ein Ticket erscheint. Hier sollte zunächst geklärt werden, ob die Buchung tatsächlich abgeschlossen wurde.

Die Deutsche Bahn empfiehlt zuerst, den Spamordner des E-Mail-Postfachs zu kontrollieren und anschließend im DB Kundenkonto unter „Meine Reisen“ nachzusehen. Ist auch dort kein Ticket vorhanden, geht die Bahn von einer wahrscheinlichen Fehlbuchung aus. 

Wenn weder in „Meine Reisen“ noch in der Buchungsbestätigung ein Ticket vorhanden ist, soll nach der aktuellen DB-Hilfe ein neues Ticket gebucht werden. Der Betrag der Fehlbuchung wird laut Bahn automatisch zurücküberwiesen. Abhängig vom Zahlungsmittel kann die Erstattung zwischen etwa 45 Minuten und mehreren Tagen dauern. Falls nach einer Woche noch keine automatische Rückzahlung eingegangen ist, verweist die Bahn auf ihre Servicenummer 030 2970. 

Anders sieht es aus, wenn eine Buchungsbestätigung oder Auftragsnummer vorhanden ist, das Ticket aber lediglich nicht in der App angezeigt wird. Dann kann das Digitale Ticket unter Umständen manuell geladen werden. Im DB Navigator lässt sich unter „Reisen“ über das Plus-Symbol die Auftragsnummer zusammen mit dem Nachnamen der reisenden Person eingeben. 

Nach einer regulär abgeschlossenen Buchung stellt die Deutsche Bahn das Digitale Ticket als QR-Code bereit. Auf bahn.de kann das Ticket außerdem als PDF gespeichert werden. Bei einer Buchung über das Kundenkonto sollte es ebenfalls unter „Meine Reisen“ erscheinen. 

Damit lässt sich ein wichtiges Missverständnis vermeiden. Eine fehlende Anzeige im ersten App-Bildschirm ist nicht automatisch dasselbe wie eine fehlgeschlagene Buchung. Auftragsnummer, Buchungsbestätigung und Kundenkonto liefern bessere Hinweise darauf, ob bereits ein gültiger Auftrag besteht.

Wer sich zusätzlich gegen technische Probleme mit dem Smartphone absichern möchte, kann die Unterschiede zwischen App-Ticket und zusätzlicher Ticketkopie berücksichtigen. Ein Ausdruck ist für die Kontrolle eines Digitalen Tickets grundsätzlich nicht erforderlich. Der QR-Code kann auch über die App oder das auf einem Gerät gespeicherte PDF vorgezeigt werden. 

Vier Fehler, die den Ticketkauf unnötig komplizieren

Diese Situationen sollten vor einem weiteren Zahlungsversuch ausgeschlossen werden.

01
Sofort erneut buchen Nach einer Fehlermeldung zuerst prüfen, ob bereits ein Auftrag oder Ticket vorhanden ist.
02
3-D Secure abbrechen Die Kreditkartenzahlung kann scheitern, wenn die Authentifizierung bei der Bank nicht vollständig abgeschlossen wird.
03
App-Anzeige mit Buchung verwechseln Ein fehlendes Ticket in der App bedeutet nicht automatisch, dass keine Buchung existiert.
04
Auftragsnummer nicht sichern Die Auftragsnummer hilft dabei, ein vorhandenes Digitales Ticket erneut aufzurufen.

Was bei einer doppelten Belastung zu tun ist

Mehrere Buchungsversuche können dazu führen, dass die Übersicht über Autorisierungen, Buchungen und tatsächliche Tickets verloren geht. Besonders kritisch wird es, wenn derselbe Betrag mehrmals im Konto erscheint.

Bei einer mehrfachen Belastung für ein Ticket oder eine Reservierung nennt die Deutsche Bahn eine klare Vorgehensweise. Betroffene sollen sich unter 030 2970 an den Service wenden. 

Vor dem Kontakt sollten alle verfügbaren Informationen zusammengetragen werden. Dazu gehören vorhandene Auftragsnummern, Reiseverbindung, Reisedatum, Betrag, verwendete Zahlungsart und die Frage, wie viele gültige Tickets tatsächlich im Kundenkonto oder per E-Mail vorhanden sind. So lässt sich eine doppelte Belastung besser von zwei bewusst abgeschlossenen Buchungen unterscheiden.

Ein Kontoumsatz allein sollte nicht als Beweis für ein zweites gültiges Ticket behandelt werden. Entscheidend ist, welche Buchungen im Kundenkonto beziehungsweise über die jeweiligen Auftragsnummern vorhanden sind.

Wer nach dem Kauf Änderungen an einer bestehenden Reise vornehmen möchte, sollte nicht vorschnell ein zweites Ticket kaufen. Je nach Tarif gelten unterschiedliche Regeln für Stornierung und Neubuchung. Der Beitrag zum Thema Ticket online ändern oder Unterstützung am Schalter nutzen hilft bei der Einordnung der verfügbaren Wege.

Auch bei Erstattungen ist die ursprünglich verwendete Zahlungsart wichtig. Beispielsweise beschreibt die Deutsche Bahn für bestimmte stornierbare Leistungen eine Rückzahlung auf das ursprünglich bei PayPal verwendete Zahlungsmittel. Die konkreten Erstattungsregeln hängen allerdings vom gebuchten Angebot und dessen Tarifbedingungen ab. 

So lassen sich Zahlungsprobleme vermeiden

Viele Schwierigkeiten lassen sich nicht vollständig verhindern. Der Buchungsvorgang wird aber übersichtlicher, wenn einige Punkte vor dem letzten Klick auf „Kaufen“ geprüft werden.

  • Im richtigen Kundenkonto anmelden. Das ist besonders wichtig, wenn die SEPA-Lastschrift genutzt oder die Reise später unkompliziert in „Meine Reisen“ gefunden werden soll.
  • 3-D Secure bereithalten. Bei Kreditkartenzahlungen sollte das Smartphone oder ein anderes für die Bankfreigabe benötigtes Gerät erreichbar sein.
  • Wallet vorab prüfen. Apple Pay wird nur unter den von der Deutschen Bahn unterstützten Voraussetzungen angeboten.
  • Persönliche Daten kontrollieren. Problematische Sonderzeichen in den Kontodaten können laut DB eine Buchung verhindern.
  • Nach einem Fehler den Buchungsstatus prüfen. Erst E-Mail, „Meine Reisen“ und Zahlungsstatus kontrollieren, bevor derselbe Kauf erneut gestartet wird.
  • Auftragsnummer sichern. Sie erleichtert das Wiederfinden und manuelle Laden eines bereits gebuchten Tickets.

Kurzcheck vor der Online-Zahlung

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Beim Einsatz von Apple Pay ist außerdem zu beachten, dass die Zahlungsart nicht in jeder Umgebung sichtbar ist. Im DB Navigator muss Apple Pay auf einem geeigneten Apple-Gerät eingerichtet sein. Auf bahn.de nennt die Deutsche Bahn ein Apple-Gerät mit Safari sowie ein eingerichtetes Apple Pay als Voraussetzung. Für Abonnements wird Apple Pay nicht angeboten, da diese nach der DB-Hilfe per Lastschrift bezahlt werden. 

Ein weiterer Sicherheitsaspekt betrifft die Seite, auf der die Fahrkarte gekauft wird. Verbraucherzentralen weisen allgemein darauf hin, dass täuschend echte gefälschte Internetseiten existieren und eine auffällige Internetadresse oder ungewöhnliche Zahlungsbedingungen Warnzeichen sein können. Vor der Eingabe von Karten- oder Kontodaten sollte deshalb geprüft werden, ob tatsächlich die gewünschte offizielle Verkaufsstelle oder ein seriöser Anbieter geöffnet ist. 

Weitere Hinweise dazu bietet der Überblick, wie sich Bahntickets online sicher kaufen lassen.

Für einen störungsarmen Ticketkauf ist vor allem eine klare Reihenfolge hilfreich. Zahlungsart vorbereiten, Buchung durchführen, Bestätigung abwarten und anschließend prüfen, ob das Ticket tatsächlich vorhanden ist. Kommt es zu einem Fehler, sollten vorhandene Buchungsdaten zuerst gesichert werden. Erst danach ist zu entscheiden, ob eine erneute Buchung notwendig ist oder lediglich das bereits gekaufte Ticket wieder aufgerufen werden muss.

Wichtigste Punkte zum Merken

  • Nach einer Zahlungsfehlermeldung zuerst prüfen, ob bereits eine Buchung vorhanden ist.
  • Kreditkartenzahlungen können eine Bestätigung über 3-D Secure erfordern.
  • Die SEPA-Lastschrift setzt unter anderem ein DB Kundenkonto und eine Anmeldung während der Buchung voraus.
  • Ein fehlendes Ticket in der App bedeutet nicht automatisch, dass keine Buchung existiert.
  • Bei Abbuchung ohne Ticket zuerst Spamordner und „Meine Reisen“ kontrollieren.
  • Mehrfachbelastungen sollten anhand der vorhandenen Aufträge und Tickets geprüft werden.
  • Auftragsnummer und Buchungsbestätigung sollten bis zum Abschluss der Reise aufbewahrt werden.

Quelle: Deutsche Bahn – Zahlungsarten; Deutsche Bahn – FAQ zu Zahlungsmöglichkeiten, Kreditkarte, Lastschrift, DB Navigator und Digitalem Ticket; Deutsche Bahn – Informationen zur Lastschrift-Verifizierung; Verbraucherzentrale – Sicher online einkaufen und Informationen zu Fake-Shops.