Die Bahn und der Bund haben sich auf einen neuen Zeitplan zur Generalsanierung hochbelasteter Strecken geeinigt. Statt wie ursprünglich geplant bis 2031, werden die Arbeiten nun bis 2036 andauern. Die letzte Modernisierung betrifft die Verbindung Flensburg–Hamburg.
Inhaltsverzeichnis:
- Start auf der Riedbahn
- Neue Planung bis 2027
- Überblick über die Jahre 2028 bis 2036
- Reaktionen aus der Branche
Start auf der Riedbahn
Der Auftakt fand 2023 auf der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim statt. Derzeit laufen die Arbeiten zwischen Hamburg und Berlin sowie zwischen Emmerich und Oberhausen. Geplant ist, dass während der Bauarbeiten einzelne Korridore rund sechs Monate vollständig gesperrt werden. Anschließend sollen diese Abschnitte mindestens fünf Jahre frei von größeren Eingriffen bleiben.
Neue Planung bis 2027
Die Bahn kündigte an, dass 2026 die Generalsanierungen auf den Korridoren Hagen–Wuppertal–Köln, Nürnberg–Regensburg, Obertraubling–Passau sowie Troisdorf–Unkel–Wiesbaden stattfinden. Für 2027 ist die Modernisierung der Abschnitte Rosenheim–Salzburg, Lehrte–Berlin, Bremerhaven–Bremen und Fulda–Hanau vorgesehen.
Überblick über die Jahre 2028 bis 2036
Im nächsten Jahrzehnt folgen weitere zentrale Projekte. Die betroffenen Strecken sind bundesweit verteilt und betreffen sowohl Nord- als auch Süddeutschland. Insgesamt geht es um 42 Korridore des sogenannten Hochleistungsnetzes.
Tabelle der geplanten Generalsanierungen
| Jahr | Geplante Strecken |
|---|---|
| 2028 | Köln–Koblenz–Mainz, München–Rosenheim, Hagen–Unna–Hamm, Lübeck–Hamburg |
| 2029 | Hamburg–Hannover, Würzburg–Ansbach–Treuchtlingen, Forbach–Ludwigshafen, Aachen–Köln |
| 2030 | Stuttgart–Ulm, Stendal–Magdeburg, Uelzen–Stendal, Frankfurt–Heidelberg |
| 2031 | Mannheim–Karlsruhe, Lehrte–Groß Gleidingen, Bremen–Hamburg, Würzburg–Nürnberg |
| 2032 | Bebra–Erfurt, Bebra–Fulda, Münster–Recklinghausen, Weddel–Magdeburg |
| 2033 | Bremen–Osnabrück, Osnabrück–Münster, Hamm–Düsseldorf–Köln |
| 2034 | Bremen/Rotenburg–Wunstorf, Kassel–Friedberg, Ulm–Augsburg |
| 2035 | Minden–Wunstorf, Nordstemmen–Göttingen |
| 2036 | Flensburg–Hamburg |
Reaktionen aus der Branche
Die Anpassung des Zeitplans wurde mit der Branche abgestimmt. Dennoch gibt es Kritik. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, vertreten durch Joachim Berends, sieht zwar Fortschritte, aber auch weiterhin Überlastungen des Netzes. Der Verband Mofair begrüßte die Planungssicherheit, wies jedoch darauf hin, dass zentrale Fragen weiterhin unbeantwortet bleiben.
Quelle: Tagesschau, YouTube