Die Deutsche Bahn hat die umfassende Modernisierung ihrer wichtigsten Strecken begonnen. Doch die Arbeiten dauern länger als ursprünglich geplant. Die Fertigstellung aller Generalsanierungen wird sich bis 2036 hinziehen.
Inhaltsverzeichnis:
- Riedbahn Mannheim Frankfurt
- Koblenz Mainz und neue Sperrungen
- Sanierungen in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz
- Stuttgart 21 und zusätzliche Arbeiten
Riedbahn Mannheim Frankfurt
Mit der Großbaustelle auf der Riedbahn zwischen Mannheim und Frankfurt startete die Bahn 2023 ihr Sanierungsprogramm. Ursprünglich sollten die Projekte bis 2031 abgeschlossen sein. Nun gilt ein neuer Zeitplan. Die Deutsche Bahn und die Bundesregierung haben sich auf eine Verlängerung bis 2036 geeinigt.
- Arbeiten dauern rund 6 Monate pro Strecke
- Nach Abschluss sollten 5 Jahre ohne neue Baustellen folgen
- Kosten über 100 Milliarden Euro
Trotzdem drohen weitere Einschränkungen. Auf bereits sanierten Abschnitten könnten zusätzliche Sperrungen nötig werden. Ein Beispiel ist die Riedbahn selbst, die nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ab 2028 erneut betroffen sein könnte.
Koblenz Mainz und neue Sperrungen
Auch auf der Strecke Koblenz Mainz, die 2028 generalsaniert werden soll, zeichnen sich Probleme ab. Für Anfang 2029 steht eine mögliche Totalsperrung im Raum. Ob diese wirklich umgesetzt wird, bleibt offen. Bahnsprecher betonen, dass geprüft werde, ob Stellwerke erst nachträglich eingebunden werden. Damit würden erneute Bauarbeiten nötig.
Gleichzeitig beginnen schon 2025 weitere Maßnahmen. Die Strecke Troisdorf Wiesbaden wird ab Juli saniert und bis Dezember 2026 gesperrt. Sie verläuft über Neuwied, Koblenz Ehrenbreitstein und St. Goarshausen.
Sanierungen in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz
Zwischen 2028 und 2034 sind in Baden Württemberg und Rheinland Pfalz sechs Korridore eingeplant. Den Anfang macht die Verbindung Mainz Köln, den Abschluss bildet Ulm Augsburg. Ersatzstrecken sollen die Folgen abfedern.
- Strecke Heidelberg Frankfurt dient als Ausweichroute
- Auf der Verbindung Stuttgart Ulm wird die ICE Trasse über den Flughafen genutzt
- Das Projekt Stuttgart 21 übernimmt ab 2026 Verkehrskapazitäten
Der Bahnexperte Felix Berschin aus Heidelberg erklärte, dass Einschränkungen ähnlich wie 2024 auf der Riedbahn zu erwarten seien. Fahrgäste müssten mit Umleitungen und Ersatzverkehren rechnen.
Stuttgart 21 und zusätzliche Arbeiten
Eine weitere Großbaustelle bleibt Stuttgart 21. Vom 13. September bis 17. Oktober werden dort erneut viele Strecken gesperrt. Bis zur geplanten Teileröffnung des Tiefbahnhofs im Dezember 2026 ist mit noch mehr Umleitungen, Schienenersatzverkehren und längeren Fahrzeiten zu rechnen.
Die Finanzierung der Generalsanierungen gilt als gesichert. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums stehen über 100 Milliarden Euro bereit. Damit sollen stark belastete Knotenpunkte des bundesweiten Fernverkehrs modernisiert werden.
Die Projekte ziehen sich über mehr als ein Jahrzehnt. Für Bahnreisende bedeutet das viele Jahre mit Sperrungen, Ersatzverkehren und längeren Reisezeiten.
Quelle: SWR, Youtube, Swietelsky AG